Jahresbegegnung der Handwerkskammer Ulm in Baltringen
Vergangene Woche fanden sich in Baltringen Vertreter des Handwerks, der Politik und der Wirtschaft zur Jahresbegegnung der Handwerkskammer Ulm ein. Nach dem Come-together, bei schönstem Sommerabendwetter vor der Zimmereihalle, bat Moderatorin Jacky Feldmann die ca. 200 geladenen Gäste in die Halle und eröffnete das Programm mit einem Kurzinterview mit den Geschäftsführern der MATTHÄUS SCHMID Gruppe: Felix, Christian und Fridolin Schmid.
Mit der Entscheidung der Handwerkskammer, die Veranstaltung erstmals in einem Handwerksbetrieb auszurichten, sorgte sie für Authentizität, zeigte das neue Selbstbewusstsein des Handwerks und rückte die Interessen der Kammermitglieder am Ort des Geschehens in den Fokus.
Mit ca. 21.000 Mitgliedsbetrieben, mehr als 120.000 Beschäftigten und einem Gesamtumsatz von ca. 17 Milliarden Euro im Jahr ist das Handwerk im Kammergebiet (von der Ostalb bis zum Bodensee) mit entscheidende Wirtschaftskraft im Süden des Landes. Die Wichtigkeit dieser Power lässt sich an der Gästeliste ablesen und wurde in den Beiträgen der Redner unterstrichen.
So richtete die Handwerkskammer-Präsidentin Katja Maier deutliche Worte an die Landespolitik. Sie forderte mehr Investitionen in die überbetriebliche Ausbildung ebenso, wie Bürokratieabbau und politische Verlässlichkeit.
Die Redner der Landespolitik (Finanzminister Dr. Danyal Bayaz (Grüne), Regierungspräsident Klaus Tappeser (CDU) und Staatssekretär Thomas Dörflinger (CDU)) erläuterten einige Maßnahmen, die dem Handwerk positive und in naher Zukunft liegende Änderungen in Aussicht stellten. Themen wie Effizienzgesetz, höhere Digitalität in den Behörden, Verschlankung der Bürokratie oder erweiterte Haushaltsmittel für das Handwerk lassen auf gute Entwicklungen hoffen.
Programmabschließend sorgte Professor Armin Nassehi, Soziologe und Vizepräsident der Ludwig-Maximilians-Universität München, für interessante Perspektiven auf Stimmungsbilder in unserer Gesellschaft und wie sich diese, entgegen den Realitäten, verhalten können.
Das Stimmungsbild der Jahresveranstaltung war trotz ernster Themen und Fragen durchweg positiv heiter. Bei handfesten Snackvarianten und kühlen Getränken herrschte im weiteren Verlauf der Veranstaltung reger Austausch. Eine gelungene Veranstaltung, die einmal mehr gezeigt hat, wie wichtig der direkte Dialog ist.
Mehr Informationen zu der Jahresbegegnung der Handwerkskammer Ulm:
Bereicht der Schwäbischen Zeitung
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Bastian Stork, Geschäftsbereichsleitung Bildung, Handwerkskammer Ulm
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